Wissenschaftler entdecken ein multidimensionales Universum in unserem Gehirn

Bisher wurde die Idee von anderen Universen immer wieder verworfen. Jetzt haben die Wissenschaftler des „Blue Brain Project“ eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Nach ihren Angaben gibt es sehr wohl andere Universen. Eines davon befindet sich ausgerechnet in unserem Gehirn.

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Computermodell des Informationstransfers zwischen Gehirnzellen, Bild: Blue Brain Project in „Journal of Frontiers in Computational Neuroscience“

Wie kann das sein? Ein Team von internationalen Wissenschaftlern war imstande Strukturen und Räume in den Netzwerken zu „messen“, die gegenwärtig in unserem Gehirn operieren. Diese Messungen geschahen mit der sogenannten „Algebraic Topology Method“. Die Strukturen und Räume sind im Wesentlichen entstanden, da 86 Billionen Neuronen Informationen von Zelle zu Zelle weitergeben. Die Informationen, die diese Übergänge überqueren sind das, was uns befähigt zu denken. Diese Prozesse ähneln winzig kleinen Schüssen in einem riesigen Netzwerk von virtuellen endlosen „Zweigen“ eines Baumes, der das gerade erwähnte multidimensionale Universum erschafft.

Ein Bild geht um die Welt

Das Bild eines Computermodells dieser orgänge des Informationstransfers zwischen Gehirnzellen ging um die Welt. Das erste Mal wurde die Grafik im „Journal of Frontiers in Computational Neuroscience“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler bemerkten, dass im Moment, in dem Informationen von Zelle zu Zelle wandern, Strukturen durch eine Verflechtung bzw. durch eine Einheit von geometrischen Formen entsteht.

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Bild: Blue Brain Project

„Wir haben eine Welt gefunden, die wir uns vorher nicht einmal vorstellen konnten. Wir fanden sogar in nur einem kleinen Flecken des Gehirns zehn Millionen dieser Objekte in sieben Dimensionen. Jedoch fanden wir in manchen Netzwerken auch Strukturen mit bis zu elf Dimensionen.“

Henry Markam, Direktor des Blue Brain Project

Um etwas genauer zu werden: Jedes Neuron im Gehirn kann mit dem benachbarten Neuron kommunizieren. Wenn es „kommuniziert“, werden Objekte erschaffen, die durch ein Computermodell zurückzuverfolgen sind. Je mehr Neuronen an dieser Diskussion beteiligt sind, desto mehr Dimensionen gibt es.

Eine „Sandburg“ die sich immer wieder neu aufbaut

„Die Anwesenheit dieser mehrdimensionalen Hohlräume zu dem Zeitpunkt, wenn das Gehirn Informationen verarbeitet zeigt, dass die Neuronen im Netzwerk den Reizen in einer bemerkenswert organisierten Weise antworten. Es ist so als würde das Gehirn den Reizen antworten, indem es einen Turm aus mehrdimensionalen Blöcken konstruiert und dann zerstört. Es beginnt mit Stäben (1D), Brettern (2D), Würfeln (3D) und fährt mit komplizierteren geometrischen Formen in 4D und 5D etc. fort. Die Sequenz der Aktivität im Gehirn ähnelt einer mehrdimensionalen Sandburg, welche die Fähigkeit besitzt sich selbst aus dem Sand zu erbauen und sich dann wieder aufzulösen.“

Ran Levi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Blue Brain Project

Das Atemberaubende dabei ist, dass es die jeweilige Realität des Individuums ist, die bestimmt, welche Art von Dimensionen und Formen in dem Gehirn gebildet werden. Jeder bestimmt also selbst welche Art von Universum sich in seinem Gehirn befindet.

„Außerhalb der Physik werden mehrdimensionale Räume regulär dazu benutzt um komplizierte Datenstrukturen oder Systembedingungen zu repräsentieren. So zum Beispiel der Zustand der Dynamik im Zustandsraum. Der Raum ist schlichtweg die Kombination aller Grade von Freiheit, die das System hat und ihr Zustand, der die Werte repräsentiert, die die Grade der Freiheit tatsächlich annehmen.“

Prof. Cees van Leeuwen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Blue Brain Project

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