Turiner Grabtuch: Forscher erstellen ein 3D-Modell von Jesus Christus

Anhand des berühmten Turiner Grabtuches, welches den vermeidlichen Körperabdruck Jesu Christi zeigt, haben italienische Wissenschaftler nun ein 3D-Modell des Propheten angefertigt. Das Ergebnis ist erstaunlich.

Turiner Grabtuch: Forscher erstellen ein 3D-Modell von Jesus Christus, Professor Giulio Fanti, Antike, Mittelalter, Bibel, Christentum, Religion, Geschichte, Anastasia Michailova, Die Vergessene Bibliothek

3D-Modell von Jesus Christus, Bild: TG Padova

Das Turiner Grabtuch, ein 4,36 Meter langes und 1,10 Meter breites Leinentuch, zeigt das Ganzkörper-Bildnis der Vorder- und Rückseite eines Mannes. Heute wird es in einer Seitenkapelle des Turiner Domes in Italien aufbewahrt, wodurch dieses mysteriöse Artefakt zu seinem Namen kam.

Der Ursprung des Turiner Grabtuches regt bis heute zahlreiche Debatten unter Theologen, Historikern und Forschern auf anderen Gebieten an. Das Objekt wird von vielen Gläubigern als das Tuch verehrt, in welchem Jesus von Nazareth nach seiner Kreuzigung beigesetzt wurde. Das Turiner Grabtuch inspirierte einige bedeutende Christusdarstellungen.

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Das Turiner Grabtuch, Fotografie des Gesichts, Positiv links, rechts Negativ (Kontrast etwas verstärkt), Bild: Wikimedia Commons

Im Negativ des Abdrucks auf dem Leinentuch, ist das Gesicht eines Mannes ganz deutlich zu erkennen. Wie so ein Abdruck auf ein Stück Stoff gelangen kann, ist technisch gesehen heute noch immer ein Rätsel. Eine Radiokohlenstoffdatierung von 1988 ergab, dass es sich um ein Artefakt aus dem Mittelalter handelt. Viele Christen wollen dies jedoch nicht glauben.

Nun haben italienische Wissenschaftler ein lebensgroßes 3D-Körpermodell aus Carbonfaser zum Turiner Grabtuch rekonstruiert. Die Forscher sind sich sicher, ein originales Abbild von Jesus Christus erschaffen zu haben.

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Das Turiner Grabtuch in seiner ganzen Länge, Bild: Wikimedia Commons

Analysiert und umgewandelt wurden die technischen Daten des Körperbildes von einem Team um Giulio Fanti, Professor für mechanische und thermale Messungen an der Universitá di Padova.

„Die Wissenschaft ist nicht in der Lage, den Namen des Mannes, der einst in dieses Leinen gelegt wurde, zu benennen. Aber die perfekte Übereinstimmung der biblischen Evangelien mit dem Grabtuch, veranlasst mich persönlich zu der Überzeugung, dass dieser Mann Jesus war.“

Prof. Giulio Fanti, CBN News
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3D-Modell von Jesus Christus, Bild: TG Padova

Prof. Fanti erforscht das Turiner Grabtuch bereits seit über 20 Jahren. Bei der Erstellung des dreidimensionalen Körpermodells von „Jesus Christus“, bekam er Hilfe von dem Hospital in Padova und dem Bildhauer Sergio Rodella.

„Schlussendlich erlaubt das Körpermodell die Erkenntnis, dass der Gekreuzigte – vermutlich im Moment seines Todes – zur rechten Seite abgesackt sein musste, da seine rechte Schulter derart stark ausgekugelt war.“

Prof. Giulio Fanti, CBN News

Schon früher konnte Prof. Fanti mit seinen Kollegen Blutspuren an den Leinenfasern des Tuches sicherstellen und analysieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Person auf dem Grabtuch vor ihrem Tod gefoltert wurde.


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