Digitale Rekonstruktion: So sah Alexander der Große aus

Alexander der Große gilt als einer der bedeutendsten Könige und Feldherrn des Altertums. Im Laufe seines vergleichsweise kurzen Lebens eroberte er ein Reich, das sich von Griechenland bis hin zum Himalaya erstreckte. Antike Quellen beschreiben ihn als äußerst charismatisch, diplomatisch und klug, aber auch als machtgierig und blutrünstig. Anhand einer authentischen Büste Alexanders haben Forscher nun das Gesicht des Feldherrn rekonstruiert.

Digitale Rekonstruktion: So sah Alexander der Große aus, Geschichte, Antike, Griechenland, Die Vergessene Bibliothek, Anastasia Michailova

Digitale Rekonstruktion nach einer Büste von Alexander dem Großen, Bild: Greece High Definition

Aus Makedonien im Norden Griechenlands stammend, konnte Alexander in kürzester Zeit eine Weltmacht aufbauen, die sogar die aufstrebenden Perser in die Knie zwang. Mit nur 33 Jahren starb Alexander jedoch und hinterließ der Welt des 4. Jahrhunderts vor Christus ein großes Vermächtnis. Auch wenn sein Reich nicht lange Bestand hatte und schnell nach seinem Tod wieder zerfiel, so läuteten Alexanders Eroberungszüge eine neue Epoche ein – den Hellenismus. Große Teile des Orients wurden nachhaltig durch die griechische Kultur geprägt, was bis heute seine Spuren hinterlassen hat. Es ist das Zeugnis eines besonderen kulturellen Austausches.

Charismatisch, fesselnd und überzeugend

Doch wie sah der berühmte Feldherr aus und was für einen Charakter hatte er? Seine Soldaten folgten ihm bis ans damals bekannte ‚Ende der Welt‘ und blieben ihrem König gegenüber loyal. Alexanders Persönlichkeit galt als fesselnd und überzeugend. Er konnte seine Männer motivieren und führen. Auf der anderen Seite beschreiben ihn antike Quellen jedoch auch als machtgierig und blutrünstig.

Digitale Rekonstruktion: So sah Alexander der Große aus, Geschichte, Antike, Griechenland, Die Vergessene Bibliothek, Anastasia Michailova

Das Imperium von Alexander dem Großen (334 – 323 v. Chr.), Bild: Greek Boston

Eine antike Büste gilt als authentisch

Zu Lebzeiten würdigte Alexander insbesondere die Arbeit des Bildhauers Lysippos. Der antike Feldherr hätte diesen Künstler stets anderen vorgezogen. Die Büste Alexanders von Lysippos gilt heute als sehr authentisch. Anhand dieser Büste haben Forscher nun das Gesicht Alexanders des Großen rekonstruiert. Doch es gibt noch mehr über den bedeutenden Eroberer in Erfahrung zu bringen.

Unterschiedliche Aufzeichnungen berichten vom Aussehen Alexanders. Demnach hätte er lockiges, dunkelblondes Haar, ein hervorstehendes Kinn, helle bis rötliche Haut, einen intensiven Blick und eine kurze, stämmige Figur. Mehrere Quellen beschreiben, dass Alexander ein dunkelbraunes und ein blaues Auge gehabt haben soll. Ein selten auftretendes aber durchaus bekanntes Phänomen. Alexander der Große bleibt also in vielerlei Hinsicht ein ‚außergewöhnlicher‘ Mann.


Unser Buchtipp zum Artikel: „Die Maske der Feldherrn – Alexander der Große – Wellington – Grant – Hitler“ hier bei Amazon anschauen: